posted on May 01, 2010 22:34
Das Kennenlernen in der Lausitz
Am Wochenende traf sich die IDM zum Auftaktrennen am Lausitzring. Die 125er hatten eine Doppelveranstaltung. Eine gute Gelegenheit das neue Material besser kennenzulernen.
Die Winterpause ist vorbei. Die Tests liefen nicht immer optimal. Mal hatte der Wettergott kein Einsehen und manchmal ließ uns das Material im Stich. So entschied mein Teamchef nach dem Frühjahrstraining am Lausitzring, auf ein neues Motorrad umzusteigen. Wünsche und Träume wurden zum Renntraining in Most Wirklichkeit. Mein Chef überraschte das ganze Team mit einem neuen Motorrad. Ich werde diese Saison auf einer richtigen Seel sitzen. Natürlich fehlen mir jetzt noch die Trainingskilometer, um das Motorrad optimal zu nutzen. Aber bereits im 2. Rennen konnte man sehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Nach den Trainings und dem ersten Rennen war ich noch ziemlich frustriert über die Rundenzeiten. In den Trainings Zeiten von 1:55, 1:54 und selbst im Rennen nur eine 1:53.9. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Aber endlich im 2. Rennen eine 1:51.6. Das ist eine Sekunde schneller als im letzten Jahr. Das ist noch ein weiter Weg nach vorn, aber die anderen haben in der Winterpause auch nicht geschlafen.
Nachdem ich mein neues Motorrad in Most, wenn auch unter nicht gerade günstigen Witterungsverhältnissen, schon mal fahren konnte, hatte es Pit schwerer. Er saß am Freitag das erste Mal auf seinem Bike. Jetzt fährt er eine Seel Honda, welche uns von Matthias Moser zur Verfügung gestellt wurde. Für uns war das wie Ostern und Weihnachten auf einen Tag. Die Freude war natürlich riesengroß. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Matthias Moser und den Ducati Shop in Frankfurt.
Pit kam sehr gut mit dem Motorrad zurecht und die Umstellung hat ihm keine Schwierigkeiten bereitet. Leider ist am Freitag ein Zylinder kaputt gegangen, sodass noch einmal zusätzliche Arbeit auf unser Team zukam. Aber sie haben es gut gemeistert und am Samstag hatten wir wieder optimale Voraussetzungen.
Das erste Rennen verlief etwas chaotisch. Schon der Start bedeutete für manche das Aus. Weitere Stürze führten dann zum Abbruch nach 5 gewerteten Runden. Nach dem Restart ebenfalls Abbruch nach 4 gewerteten Runden. Schade für die, die noch dabei waren. Eine neue Chance gab es am Sonntag. Der Start war besser als am Vortag. Aber von hinten ist ein ein Rennen alles andere als optimal. Ich habe trotzdem gekämpft und war auch schon an der Gruppe vor mir dran. Hatte ich erst Probleme mit einer Überrundung, springt mir auch noch in der Zielkurve die Kette vom Ritzel. Mit blockierendem Hinterrad und mit letzten Kräften konnte ich das Motorrad trotzdem über die Ziellinie schieben. Danke an die Zuschauer, die mich mit ihrem Beifall dabei unterstützt haben.
Auch wenn es dieses Mal keine Punkte gab, wir sind auf dem richtigen Weg. Unser Team hat fleißig gearbeitet und durch die tatkräftige Hilfe von Jörg Seel haben wir viel gelernt.
Unser Dank gilt Uwe und Joanna Zimmermann. Ohne sie wäre die IDM für Pit und mich in weite Ferne gerückt. Danke auch an Bertram Kamps. Unermüdlich hat er immer wieder meine Wünsche am Fahrwerk umgesetzt. Danke auch an Jörg Seel, der immer für uns da war. Bedanken möchten wir uns bei allen Sponsoren, Förderern und auch bei allen, die uns bereits im Vorfeld unterstützt haben. Ein Dankeschön und liebe Grüße auch an meine Fans.
Jetzt blicken wir nach Oschersleben. Ich hoffe, ihr seid alle zahlreich wieder vor Ort und drückt unserem Team die Daumen.
Eure Hexe
hexe48.de