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2. IDM-Lauf Oschersleben: Winterliche Streckenverhältnisse

Am Freitag im Freien Training war die Welt noch in Ordnung. Sarah fuhr mit tiefen 1.32er Zeiten im Bereich der ersten Fünfundzwanzig.

In der Nacht vom Freitag zum Samstag zeigte sich das Wetter von der schlechtesten Seite. Dauerregen und Streckentemperaturen um die 4°C forderten Mensch und Material.

Sarah tastete sich im ersten Zeittraining erstmal an die Strecke heran, die keinerlei Grip aufwies. Nach dem Training kam Sarah mit kirschroten Fingern wieder an die Box. Für das 2. Zeittraining wurde das Fahrwerk verändert, weitere Unterhandschuhe wurden angezogen und dann ging es los.

Sarah fuhr Runde für Runde schneller und langsam bekam sie ein wenig Gefühl für die widrigen Umstände. Als sie sah, dass sie noch eine Runde hat, gab Sarah noch mal beherzt Gas und pflügte durch den Regen; 100m vor der Start-Ziel-Linie ereilte sie dann das gleiche Schicksal wie einige ihrer Kollegen vor ihr. Mit einem riesigen Highsider wurde sie von ihrer Suzuki abgeworfen und landete unsanft auf dem Asphalt. Alleine die Zeit bis zur letzen Kurve hätte laut Data-Recording für einen 17. Startplatz  gereicht. Aufgrund der DMSB-Bestimmungen und ihrer starken Beckenprellung war ein Renneinsatz leider nicht mehr möglich.

Somit widmete sich Sarah  der Öffentlichkeitsarbeit und gab ihren Fans Autogramme bei dem Sponsor Hitachi im Nachbarzelt.

Sarah Heide nach dem Wochenende: "Ich bin schon ein wenig gefrustet, weiß aber auch, dass es im Rennsport auf und ab geht. Es gehört halt auch ein bisschen Glück dazu und das habe ich momentan nicht. Ich kümmere mich jetzt erstmal um meine Prellungen, damit ich bis Nürburgring am 28. wieder fit bin, da greifen wir erneut an, den Kopf hängen lassen bringt auch nichts."

Stefan Laux nach dem Wochenende: "Also ich mache jetzt schon 20 Jahre Rennsport, aber solche Verhältnisse haben nichts mehr mit Motorradfahren zu tun. Bei so einen Wetter setzt man keinen Hund vor die Tür. Wer am Samstag gestürzt ist, braucht sich auf  jeden Fall nicht zu schämen oder Vorwürfe zu machen. Das habe ich auch so der Sarah gesagt; ihre Enttäuschung über das zerstörte Motorrad war ihr ins Gesicht geschrieben, ich hoffe, sie ist nächste Woche wieder fit und dann auf ein Neues..."

Paul Rowney, General Manager von Suzuki Europe International: "Schade um den Sturz, sie hat alles andere verdient. Sarah arbeitet sehr hart und nimmt die Sache ernst. Das alleine verdient viel Anerkennung und Respekt."

sarah-heide-racing.de

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