posted on June 23, 2010 11:23
4. IDM-Lauf Sachsenring
Sarah zeigte bei Ihren Heimrennen einen deutlichen Aufwärtstrend
Sarah Heide auf dem Sachsenring bei ihrem Heimrennen in Top-Form
Die Wettervorhersage für das Rennwochenende ließ befürchten, dass es wieder ein verkorkstes Rennen werden würde wie die ersten drei IDM-Rennen, doch es kam ganz anders. Der Wettergott meinte es diesmal gut, so tröpfelte es am Freitag noch ein wenig und am Samstag war es trocken/bewölkt, der Sonntag aber zeigte sich mit wunderbarem Sonnenschein.
Sarah zeigte im freien Training schon, dass sie deutlich zugelegt hat, sie fuhr hier schon Zeiten auf dem Niveau des Qualifying vom letzten Jahr.
Im 1. Zeittraining ging es dann richtig los, Sarah unterbot ihre Zeit um sage und schreibe 2,3 sec. und stand auf dem 24. Startplatz. Für das 2. Zeittraining wollte sie nochmal nachlegen, doch sie machte einen Fehler und verschliss ihren Hinterreifen frühzeitig, somit fand sie sich auf dem 29. Startplatz wieder, was für Sarah aber kein Problem sein sollte, da sie bekannt ist für ihre starke Rennperformance, wo sie durch ihre Kontinuität der Rundenzeiten schon so manchen Gegner bezwang.
Das erste Rennen an diesem Wochenende startete Sarah mit einem Wheelie und sie kam als 36ste aus der ersten Runde zurück. Sarah startete dann voll durch, fuhr eine Sekunde schneller als letztes Jahr im Rennen und kämpfte sich Platz für Platz nach vorne. In der 14. Runde sah sie die zweite Dame im Feld, Nina Prinz, an der sie sich vorbeizog. Zwei Runden vor Schluss ließ sich im Omega der 2. Gang nicht mehr einlegen, Sarah musste Nina wieder vorbeilassen und belegte schließlich einen hervorragenden 18. Platz.
Im zweiten Rennen kam Sarah gut weg, wurde aber von ihren Kontrahenten in der ersten Kurve abgeschossen und konnte das Motorrad gerade noch abfangen. Durch die Aktion war sie auf den letzten Platz 43 zurückgefallen und kämpfte sich mit einer gehörigen Wut im Bauch Stück für Stück nach vorne. Zum Schluss kam sie als 22ste durchs Ziel.
Sarah nach dem Rennwochenende: "Ich bin überglücklich, dass es endlich mal trocken war und ich zeigen konnte, dass sich die Arbeit von meinem Team und mir im Winter gelohnt hat. Mein Team hat mit mir das komplette Motorrad umgebaut und das Konzept geändert, was, wie sich zeigte, der richtige Weg ist. Wenn man wie in den letzten drei Rennen, bedingt durch das schlechte Wetter, nicht vorwärts kommt, fängt man an, an sich zu zweifeln. Für mein Selbstvertrauen und mein Team war die Leistung sehr wichtig und es hat einen Riesenspaß gemacht, mit Nina zu kämpfen, da ich sie sehr schätze und Nina sehr fair und sportlich fährt. Wir müssen unsere Frauenpower besser nutzen und uns gemeinsam nach vorne pushen."
Teamchef Stefan Laux zu dem Rennwochenende: "Ehrlich gesagt hat es nach dem Nürburgring schon fast keinen Spaß mehr gemacht, wenn man Rennen für Rennen in Regen und Kälte verbringt. Ich habe eigentlich gewusst, dass Sarah momentan unter Wert geschlagen wird, Regen ist nicht ihre Stärke (noch nicht), es zeichnetet sich aber im freien Training schon ab, dass Sarah viel weiter nach vorne will. Ihrem Riding Coach Jörg Teuchert habe ich auf dem Nürburgring schon prophezeit, dass Sarah nicht mehr weit weg ist, dass es bei ihr Klick macht, ihre Zeit wird kommen, dann bin ich mir sicher, sie muss nun an ihre Leistungen anknüpfen und dann passt das schon. Schon dass sie im 1. Rennen nur 1/10sec. langsamer war als Christian Kellner, zeigt deutlich den Aufwärtstrend. Sie kann leistungsmäßig in die Punkte fahren, wenn alles passt, ich bin auf den Salzburgring gespannt..."
sarah-heide-racing.de