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Hockenheimfinale im Kreis gedreht...

Der Wettergott meinte es gut an diesen Wochenende und das Team war auch zuversichtlich, ein Highlight zum Abschluss zu setzen. Am Freitagstraining hatte Sarah schon die ersten Probleme, sie bekam kein vernünftiges Feeling für ihre Suzuki und dazu kam, dass wenig Grip da war, vermutlich durch die Porsche-Fahrer, die tags zuvor auf der Strecke waren. Sarah kam einfach nicht auf ihre Zeiten vom Jahr zuvor und das Team baute ihr das Motorrad von vorne nach hinten um ohne den richtigen Erfolg.

Erst im 2. Zeittraining näherte sich Sarah an die Zeit vom Jahr zuvor und stand auf dem 36. Startplatz. Das war natürlich alles andere als zufriedenstellend, da das nicht ihre Leistungssteigerung vom ganzen Jahr war.

Im ersten Rennen am Samstag kam sie vom Start gut weg, nur wurde sie in der 2. Haarnadelkurve eingeklemmt und fiel bis auf den 40. Platz zurück. Danach fand sie eine guten Rhythmus und kämpfte sich Stück für Stück nach vorne. Ihre Zeit vom letzen Jahr erreichte sie dabei nicht, was zeigt, dass sie sich nicht wohlfühlte. Zum Schluss wurde sie auf dem 22. Platz gewertet.

In der Nacht zum Sonntag ging Teamchef Stefan Laux nochmal in sich und baute alles wieder zurück. Sonntag früh 10 Minuten vor dem Warmup kam ihm eine Idee und er wechselte nochmal die Übersetzung, und siehe da, Sarah kam mit einen breiten Grinsen nach 10 Minuten wieder mit der Aussage "alles so lassen wie es ist."

Dementsprechend motiviert ging sie im 2. Rennen ans Werk, fuhr in der 2. Runde über eine Sekunde schneller und war kurz drauf schon auf dem 22. Platz. Eine Vierergruppe vor ihr machte ihr dann zu schaffen, sie brauchte drei Runden, bis sie endlich vorbeikam, Ende Start-Ziel klappte es dann, Platz 21. Teamchef Stefan Laux an der Box: "Wenn Sarah so weitermacht, sind heute Punkte drin." Kaum ausgesprochen fehlte auch Sarah schon, am Eingang der Queranbindung bremste sich Sarah an ihren Gegner innen rein und es wurde eng, Sarah wollte nicht nachgeben und war schon vorbei, als ihr das Vorderrad einklappte. Ihr Motorrad rutsche nach außen und sie lag auf der anderen Seite. Als das komplette Feld vorbei war, rannte sie zur ihrer Suzuki, hob sie auf und startete eine beherzte Aufholjagd als letzte im Feld. Am Rennende wurde sie auf dem 25. Platz gewertet.

Sarah nach dem Rennen: "Ich bin stinksauer über mich selber, ich kann es mir selber nicht erklären, aber ich hatte bis zum Sonntag kein Gefühl zum Vorderrad. Als Stefan am Sonntag etwas umstellte, lief es wesentlich besser und ich konnte angreifen. Leider verlor ich mein Motorrad beim rein bremsen in die Queranbindung und musste das Feld vorbeiziehen lassen. Zum Glück war mein Motorrad noch intakt und ich konnte weiterfahren. Zufrieden bin ich selbstverständlich nicht, da heute Punkte drin gewesen wären. Es ist aber immer so, wenn man sich vornimmt es besonders gut zu machen, dann klappt es meistens nicht."

Stefan Laux nach dem Rennen: "Das ist halt Rennsport; dass Sarah das Motorrad weggeschmissen hat, ist nicht so schlimm - wenn man nichts versucht, kommt man auch zu nichts, aber natürlich kann es auch mal nach hinten los gehen. Wenn der Überholvorgang geklappt hätte, wäre sie der Held gewesen, so war sie der Loser. Im Großen und Ganzen war die Saison nicht wie wir uns es vorgestellt hatten und unsere Ziele konnten wir nicht erreichen. Das ist halt Racing, und dass es dieses Jahr bei dem starken Starterfeld schwer wird, haben wir geahnt, schließlich ist die IDM-SSP kein Kindergeburtstag. Meine Gedanken sind schon beim nächsten Jahr, es kommt eine neue GSX-R600 und ich denke, dass wir damit wieder einen Schritt nach vorne machen. Ich danke allen unseren Sponsoren für ihre Unterstützung und hoffe, dass alle wieder dabei sind, wenn es 2011 wieder heißt it's racetime."

sarah-heide-racing.de

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